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Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung Peter Kaminski Elbe Magdeburg

Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung

  • Samstag, 28 August 2010 00:00
  • geschrieben von  Junghans, Wolfgang

Die Grundsätze der ordnungsgemäßen Bilanzierung, ein Unterpunkt der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung[1], sollen, gemäß Quick & Wolz[2], einen vollständigen, inhaltlich richtigen und klar und übersichtlichen aufgestellten Jahresabschluss garantieren.

Hierzu werden, in der Literatur, eine Vielzahl an möglichen Grundsätzen genannt. Einige wichtige Grundsätze sind im Folgenden kurz beschrieben.

(1) Bewertungsgrundsätze[3]

- Einzelbewertung: Vermögensgegenstände und Schulden sind im Jahresabschluss einzeln zu bewerten. Eine Sammelbewertung ist nur in Ausnahmefällen möglich.

- Realisationsprinzip: Es dürfen nur bereits realisierte Gewinne und Verluste in der Bilanz ausgewiesen werden.

- Imparitätsprinzip: Erfolgswirksame vorhersehbare Aufwendungen müssen ausgewiesen werden. Dieses Prinzip stellt somit eine Ausnahme des Realisationsprinzips dar.

- Vorsichtige Bewertung: Die Bewertung der Aktiva muss mit einem Wert der mit hinreichender Sicherheit nicht unterschritten wird und bei Passiva nicht überschritten wird, erfolgen. Hierdurch sind Aktiva tendenziell unterbewertet und Passiva tendenziell überbewertet.

- Going-Concern-Prinzip: Bei der Bewertung der Vermögensgegenständen und Schulden ist immer vom Fortbestand des Unternehmens ausgegangen.

(2) Zeitliche Abgrenzung[4]

Aufwendungen und Erträgen werden dem Geschäftsjahr zugeordnet in dem sie angefallen sind.

(3) Bilanzkontinuität[5]

Bei der Bilanzkontinuität wird zwischen der formalen Bilanzkontinuität, die vorschreibt, dass eine einmal gewählte äußere Gestaltung der Bilanz beibehalten werden soll und der materiellen Bilanzkontinuität, die vorschreibt, dass ein einmal gewählte Bewertungsverfahren erhalten bleiben muss, unterschieden.

(4) Bilanzidentität[6]

Die Anfangsbilanz eines Geschäftsjahres muss, bis auf Ausnahmefällen, immer der Schlussbilanz des letzten Geschäftsjahres entsprechen.

(5) Grundsatz der Vollständigkeit und Richtigkeit[7]

Es müssen alle Vermögenswerte, sofern bilanzierbar, auch in der Bilanz erscheinen.

(6) Klarheit und Übersichtlichkeit[8]

Alle Positionen in der Bilanz müssen klar und verständlich sein. Hierdurch sind Saldierungen generell und Zusammenfassungen, die ein Adressat falsch verstehen könnte, verboten.


[1]Vgl. Quick/Wolz (2007), S. 12-18.

[2] Vgl. Ditges/Arendt (2002), S. 59-61.

[3] Vgl. Quick/Wolz (2007), S. 16-17.

[4] Vgl. Quick/Wolz (2007), S. 17.

[5] Vgl. Ditges/Arendt (2002), S. 59-61.

[6] Vgl. Ditges/Arendt (2002), S. 59-61.

[7] Vgl. Quick/Wolz (2007), S. 17.

[8] Vgl. Quick/Wolz (2007), S. 17.


Quellen

Ditges, J., & Arendt, U. (2002), Bilanzen, 10. Ausg., Friedrich Kiehl Verlag: Ludwigshafen (Rhein).

Quick, R., & Wolz, M. (2007), Bilanzierung in Fällen, 3. Ausg., Schäfer Poeschel Verlag : Darmstadt, Dortmund.


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Stichworte: Accounting, Bilanz, Bilanzierung, Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung

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