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Fingerfood bei Demenz Peter Kaminski Magdeburg

Fingerfood bei Demenz

  • Samstag, 15 Mai 2021 00:00
  • geschrieben von  k&k consulting



Es gibt viele Gründe, warum Demenzkranke nicht essen wollen.

Einer dieser Gründe ist, dass die Erkrankten das Essen einfach vergessen. Sie haben kein Hungergefühl und auch kein Durstgefühl mehr.
Es sollte immer versucht werden, dass der Kranke so lange wie möglich selbst essen kann und vor allem sein eigenes Tempo und den Essensrhythmus bestimmen darf. Wenn aber der Umgang mit Messer und Gabel nicht mehr möglich ist, oder der Patient unruhig ist bzw. ich leicht ablenken lässt, dann kann man die Essensaufnahme mit Fingerfood unterstützen.
Servieren Sie kleine Happen, die man mit den Fingern greifen und leicht in den Mund stecken kann (kleine gekochte Eier, Würstchen, Kartoffelspalten, Gemüsestückchen, Fleischbällchen, Fischstäbchen, Tortelini, kleine Omeletts, Chickennuggets usw.)
Desserts kann man in flüssiger Form reichen und dazu Gefäße in kräftigen Farben verwenden, die die Aufmerksamkeit wecken.

Wenn die Patienten einen ausgeprägten Bewegungsdrang haben, dann kann man sie auf dem Weg begleiten und immer wieder das Essen reichen, oder das Essen an verschiedenen Orten servieren (Imbiss-Stationen), verteilen Sie Teller mit kleingeschnittenem Obst, Käsewürfeln, kleinen belegten Broten oder Kuchenstückchen auf der Station, sodass der Patient immer wieder an das Essen erinnert wird.


Vergessen Sie aber auf keinen Fall die Flüssigkeitszufuhr, vermeiden Sie Dehydration.
Mit verschiedenen Säften können Sie die Vitaminzufuhr beeinflussen, mit Milch-Mix-Getränken  die Calciumzufuhr.

Schaffen Sie für die Betroffenen eine Umgebung, die Sicherheit und Vertrauen vermittelt, sorgen Sie für entspannte Atmosphäre beim Essen.
Ausreichende Energie- und Flüssigkeitszufuhr sind unbedingt nötig um Mangelzustände zu vermeiden.

Aber auch die Hygieneregeln müssen unbedingt eingehalten werden. Unansehnliche Speisen müssen sofort ausgetauscht werden, halten Sie deshalb die Mengen klein und übersichtlich, lieber öfter austauschen. Ihre zuständige Lebensmittelüberwachungsbehörde hilft Ihnen gerne bei der Erarbeitung eines solchen Konzeptes mit Tipps, ein Berater wird Sie bei der Umsetzung unterstützen.

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  • Letzte Änderung am Samstag, 19 Juni 2021 09:27