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Steuernummern und Sozialversicherungsnummer

Sozialversicherungsnummer:

 

Die erhalten Sie von der Rentenversicherung bei der Aufnahme der ersten Beschäftigung. Bis Ende 2010 erhielt man einen Sozialversicherungsausweis, seit 2011 erhält man nur noch ein Schreiben der Rentenversicherung mit der Sozialversicherungsnummer. Verliert man die Unterlagen oder ändert seinen Namen, dann bekommt man von der Rentenversicherung oder der zuständigen Krankenkasse Auskunft bzw. eine neue Nummer.

Die Sozialversicherungsnummer muss man bei einem Jobwechsel dem neuen Arbeitgeber mitteilen (auch bei der Beantragung von Arbeitslosengeld müssen Sie der Agentur für Arbeit die Versicherungsnummer nachweisen), sie finden diese auf jedem Schreiben der Rentenversicherung.

 

Früher musste man in bestimmten Branchen den Sozialversicherungsausweis immer dabei haben. Diese Mitführungspflicht ist nun entfallen, allerdings müssen in folgenden Branchen bei der Erbringung von Dienst- oder Werkleistungen der Personalausweis, Pass, Passersatz oder Ausweisersatz bei Kontrollen vorgelegt werden.

- Baugewerbe

- Fleischwirtschaft,

- Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe,

- Gebäudereinigungsgewerbe,

- Personenbeförderungsgewerbe,

- Prostitutionsgewerbe,

- Schaustellergewerbe,

- Speditions-, Transport- und damit verbundenes Logistikgewerbe,

- Unternehmen der Forstwirtschaft,

- Unternehmen, die sich am Auf- und Abbau von Messen und Ausstellungen beteiligen.

 

Hier hat der Arbeitgeber nachweislich und schriftlich auf die Mitführungs- und Vorlagepflicht hinzuweisen.

 

Steuernummer:

 

Die Steuernummer erhält man vom Finanzamt, wenn man zum ersten Mal eine Steuererklärung abgibt. Man findet sie links oben im Steuerbescheid, direkt unter der Steuer-ID. Die Steuernummer ist eine zehn- bis dreizehnstellige Zahl. Damit kann das Finanzamt die Steuererklärungen eindeutig zuordnen. Die ändert sich, wenn man z. B. umzieht und dann ein anderes Finanzamt zuständig ist.

Das teilt dann eine neue Steuernummer zu.

Ehepaare, die eine Zusammenveranlagung wählen, erhalten eine gemeinsame Steuernummer.

 

Elfstellige Steuer-ID:

 

Die Steuer-ID erhält seit 2008 jeder Bundesbürger bei der Geburt vom Bundeszentralamt für Steuern automatisch, es ist kein Antrag nötig. Sie ist unveränderlich und man behält sie ein Leben lang.

Man benötigt diese Nummer bei der Abgabe von Steuererklärungen, bei der Nutzung von ELSTER-Diensten und der Korrespondenz mit dem Finanzamt. Außerdem wollen diese Steuer-ID Stellen, die gesetzlich verpflichtet sind bestimmte Daten steuerlich zu übermitteln, z. B. der Arbeitgeber, Banken und Versicherungsträger.

 

Umsatzsteuer-ID:

Die Umsatzsteuer-ID erhält man, wenn man selbstständig arbeitet oder ein Gewerbe angemeldet hat. Wenn Unternehmer Rechnungen ausstellen, muss man innerhalb Deutschlands die Steuernummer auf der Rechnung angeben. Die Umsatzsteuer-ID müssen Unternehmer, die steuerpflichtig sind, beim Handel im europäischen Binnenmarkt angeben. Die Umsatzsteuer auf Produkte oder Dienstleistungen wird dann nur im Land des Käufers fällig. Der liefernde Unternehmer hat aber eine Sorgfaltspflicht, er muss prüfen, ob die USt-ID des Empfängers korrekt ist. Sollte das nicht der Fall sein, muss er eventuell die Umsatzsteuer selbst tragen.

Die Umsatzsteuer-ID muss nicht nur auf der Rechnung angegeben werden, sondern auch im Impressum der Firmenwebseite ($5 Abs. 1 Nr. 6 Telemediengesetz). Beantragen muss man sie beim Bundeszentralamt für Steuern.

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  • Letzte Änderung am Donnerstag, 21 Juli 2022 05:00

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