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k&k Consulting Magdeburg

freiwillige Allergenkennzeichnung Peter Kaminski, Magdeburg

freiwillige Allergenkennzeichnung

 

Gerade Allergiker sind darauf angewiesen, dass die Lebensmittel gekennzeichnet sind. Schon geringe Spuren des betreffenden Lebensmittels können lebensbedrohliche Reaktionen auslösen.

Im Gegensatz zur vorgeschriebenen Allergenkennzeichnung, die seit 2014 in Kraft ist und sich auf Bestandteile bezieht, die bei der Herstellung absichtlich verwendet wurden, müssen unbeabsichtigte Verunreinigungen nicht gekennzeichnet werden.

Die Hersteller schützen sich aber vor Haftungsansprüchen und verwenden die Formulierung: „Kann Spuren von  xxx  enthalten“.

Diese Angabe ist aber freiwillig, Lebensmittel ohne Hinweis können ebenfalls Spuren von allergenauslösenden Substanzen enthalten. Allerdings werden Anbieter Haftungsansprüche ausschließen, indem sie überdeklarieren und damit den Verbrauch bestimmter Lebensmittel für Allergiker einschränken.

 

Diese Spurenkennzeichnung ist nur ein freiwilliger Hinweis, er ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Oft sind Spuren von Allergenen bei der Herstellung bestimmter Produkte technologisch nicht zu vermeiden.  Da für diese „Cross-Contacts“ eine gesetzliche Regelung fehlt, haben Gremien aus Sachverständigen der Lebensmittelüberwachung „ Beurteilungswerte“ veröffentlicht. Wenn diese Referenzmengen überschritten werden, sollen die Hersteller eine freiwillige Kennzeichnung vornehmen. Es handelt sich hier aber um Orientierungswerte, sie sind keine rechtsverbindlichen Grenzwerte.

 

Wenn Hersteller die Spurenkennzeichnung nicht vornehmen, heißt das nicht unbedingt, dass keine kennzeichnungspflichtigen Stoffe enthalten sind. Das ist aber vielen Allergikern nicht bekannt.

Versteckte Allergene sind bei der Nahrungszubereitung sowohl zu Hause als auch im Restaurant, bei der Verpflegung in Kantinen oder auch bei Fastfood für den Allergiker nur schwer erkennbar.

Erhitzen durch Kochen oder Backen, Transport aber auch die Lagerung haben Einfluss auf den Allergengehalt der einzelnen Produkte, sodass Patienten nie hundertprozentig sicher sein können, dass die verschiedenen Speisen frei von Allergenen sind. Gerade bei unverpackten Lebensmittel (Backwaren und Wurst- und Käsesorten) besteht ein erhöhtes Risiko, deshalb ist der Konsument darauf angewiesen, dass  er ausreichend informiert wird, falsche Auskünfte durch Nichtwissen können hier lebensbedrohlich sein.

 

 

 

Quelle und weitere Informationen:

Bundesinstitut für Risikobewertung

Thielallee 88-92

14195 Berlin