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k&k Consulting Magdeburg

Cash Flow Peter Kaminski Otto von Guericke -Denkmal Magdeburg

Cash Flow

  • Mittwoch, 10 Juli 2013 00:00
  • geschrieben von  k&k consulting


Unternehmer wissen nur allzu gut, dass der vom Steuerberater für die Bilanz ausgewiesene Gewinn nur ein Teil der Wahrheit ist. Er kann über den wahren Zustand eines Betriebes oft nur wenig aussagen.

Der Cash Flow ist der Überschuss, den man erhält, wenn man von den regelmäßigen betrieblichen Einnahmen die regelmäßigen betrieblichen Ausgaben abzieht. Dies sind die aus eigener unternehmerischer Handlung erwirtschafteten baren Finanzmittel. Der Cash Flow gilt als ein Zahlungsmittelreservoir, das der Unternehmer zur Deckung unerwarteter oder außergewöhnlicher betrieblicher Ausgaben verwenden kann (Innenfinanzierung).

Errechnung des Cash Flow:


Betriebseinnahme
- Betriebsausgabe
= Cash Flow





Wollte man nun jede dieser Einnahmen und Ausgaben separat erfassen, würde man unnötig eine zweite Buchhaltung aufbauen. Üblicherweise greift man jedoch auf die im Unternehmen aus der Buchhaltung bekannten Zahlen. Leider enthalten die Zahlen der Buchhaltung auch Aufwendungen und Erträge, die nicht auszahlungs- bzw. einzahlungswirksam sind. So mindert zwar eine Abschreibung des angeschafften PKW's den Gewinn, führt aber nicht zu einer Auszahlung, die ja bereits Jahre zuvor bei der Anschaffung anfiel.

Für eine Cash Flow Analyse wird daher üblicherweise vom Gewinn der Buchhaltung ausgegangen, um diesen anschließend zu korrigieren:

Bruttogewinn
+ nicht auszahlungswirksame Aufwendungen (z.B. Abschreibungen oder Zunahme langfristiger Rückstellungen)
- nicht einzahlungswirksame Erträge (Warenbestandsänderungen)
= Cash Flow

Zu den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen zählen z. B. :

Einstellungen in die Rücklagen
Erhöhung des Gewinnvortrages
Abschreibungen
Erhöhung der Sonderposten mit Rücklageanteil
Erhöhung der Rückstellungen
Bestandminderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
Periodenfremde und außerordentliche Aufwendungen




Zu den nicht zahlungswirksamen Erträgen zählen z. B.:

Entnahme aus Rücklagen
Minderung des Gewinnvortrages
Zuschreibungen
Auflösung von Wertberichtigungen
Minderung der Sonderposten mit Rücklageanteil
Auflösung von Rückstellungen
Bestandserhöhungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
Aktivierte Eigenleistungen
Periodenfremde und außerordentliche Erträge





Ist es einem Unternehmer gelungen durch überhöhte Abschreibungen, den Gewinn seines Betriebes niedriger darzustellen, so deckt die Cash-Flow-Analyse dies auf und zeigt wie gewinnträchtig das Unternehmen ohne Berücksichtigung steuerlicher Bewertungsmaßstäbe tatsächlich war.

Umgekehrt soll ein Gewinn, der nur entstand durch Höherbewertung von Vermögensgegenständen, durch die Cash-Flow-Analyse um diese Höherbewertung gekürzt werden, um zu zeigen, wie schwach das Unternehmen in Wirklichkeit dasteht.

Mit der Ermittlung des Cash Flows kann man die finanzielle Lage eines Unternehmens einschätzen, ein positiver Cash Flow besagt, dass es dem Unternehmen gut geht, dieser Wert ist z. B. den Banken für eine Kreditvergabe wichtig.
Der Cash Flow wird im angelsächsischen Raum bei der Unternehmensbewertung dem Gewinn vorgezogen, weil er aussagekräftiger ist. Ist der Cashflow positiv, spricht man von einem Mittelzufluss, fällt er negativ aus, von einem Mittelabfluss.




Quelle: controllingportal

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  • Letzte Änderung am Freitag, 29 Januar 2016 09:40

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