0391. 83 80 9 10 0391. 83 80 9 12 info@kundkconsulting.de
Acrylamid Peter Kaminski

Acrylamid

Die Europäische Kommission hat die Verordnung (EU) 2017/2158 zur Festlegung von Minimierungsmaßnahmen und Richtwerten für die Senkung des Acrylamidgehalts in Lebensmitteln  im November 2017 veröffentlicht.

Laut dieser Verordnung, die am 11. April 2018 in Kraft tritt, müssen Lebensmittelunternehmer  verpflichtend definierte Minimierungsmaßnahmen für Acrylamid auf bestimmte Lebensmittel anwenden.  Auch die Anforderungen an die Probeentnahme und die Leistungskriterien für die Analyse von Acrylamid sind genau festgelegt.

 

Folgende Lebensmittelgruppen sind betroffen:

 

  • Pommes frites und vergleichbare Produkte
  • Frühstückscerealien (nicht Porridge)
  • Backwaren
  • Kartoffelchips, Snacks, Cracker, Flips und vergleichbare Erzeugnisse auf Kartoffelbasis
  • Brot
  • Kaffee und Kaffeemittel aus Getreide und/oder Zichorie
  • Getreidebeikost und andere Beikost für Säuglinge und Kleinkinder

 

 

Der Acrylamidgehalt soll möglichst gering gehalten werden, da er gesundheitsgefährdend ist, deshalb müssen die Auflagen von allen, die mit den oben genannten Lebensmittelgruppen arbeiten eingehalten werden. Die Lebensmittel dürfen beim Backen, Braten, Rösten oder Frittieren nicht zu stark und zu lange erhitzt werden und sollen einen geringen Stärkegehalt aufweisen. Z. B. müssen Pommes frites vor dem Frittieren mit Wasser abgewaschen oder blanchiert werden, um den Stärkegehalt zu reduzieren. Das Fett darf nur noch bis 175 Grad erhitzt werden.

 

Der Anteil an Acrylamid kann gesenkt werden durch:

  • starke Bräunung vermeiden
  • schonende Zubereitung
  • richtige Lagerung
  • acrylamidhaltige Lebensmittel vermeiden (Kartoffelchips, Pommes frites, Kekse, gerösteter Kaffee)

 

Quelle: Verordnung (EU) 2017/2158 zur Festlegung von Minimierungsmaßnahmen und Richtwerten für die Senkung des Acrylamidgehalts in Lebensmitteln