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Kleinbetragsrechnung Peter Kaminski

Kleinbetragsrechnung

 

Durch das Inkrafttreten des Bürokratieentlastungsgesetzes II wird der Höchstbetrag für Kleinbetragsrechnungen (§33 UstDV) rückwirkend zum 01.01.2017 von 150 € auf 250 € angehoben.

Das soll vor allem bei Barumsätzen im Warenhandel und Abrechnungen durch Automaten zu einer Vereinfachung des Vorsteuerabzugs führen. Vorsteuerabzug wird nur Demjenigen gewährt, der eine Rechnung besitzt, die alle vorgeschriebenen Rechnungsangaben enthält. Für Kleinbetragsrechnungen gibt es aber geringere Anforderungen. Eine gesonderte Ausweisung der Umsatzsteuer ist hier nicht nötig und auch der Leistungsempfänger muss nicht angegeben sein.

Es ist auf jeden Fall besser Angaben, die nicht gefordert sind ganz wegzulassen, als unzutreffende Angaben zu machen. Schreibt man z. B. eine falsche oder unvollständige Adresse des Leistungsempfängers auf die Rechnung, versagt die Finanzverwaltung unter Umständen den Vorsteuerabzug. Bei einem leeren Adressfeld wird der Vorsteuerabzug aber gewährt.

Deshalb ist zu empfehlen, nur die notwendigen Angaben nach §33 UStDV  bei Beträgen bis 250 € auf die Rechnungen zu schreiben, um den Vorsteuerabzug nicht zu gefährden.

Die Mehrwertsteuer muss als %-satz angegeben werden, der Hinweis „inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer“ genügt nicht.

 

Folgende Angaben genügen:

  • vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Menge/Art der gelieferten Gegenstände bzw. Umfang/Art der sonstigen Leistung
  • Bruttobetrag (Entgelt für die Lieferung/Leistung und Steuerbetrag in einer Summe)
  • anzuwendender Steuersatz oder Hinweis auf eine Steuerbefreiung

 

Eine gesonderte Ausweisung der Umsatzsteuer, Zeitpunkt der Leistung und Angaben zum Leistungsempfänger sind nicht nötig. Wenn für eine Leistung mehrere Rechnungen ausgestellt

werden, die zusammen über 250 € liegen, gilt die Kleinbetragsregelung nicht. Die Umsatzsteuer muss dann angegeben werden.

Werden Leistungen in einem Beleg abgerechnet, die verschiedenen Steuersätzen unterliegen, dann müssen die jeweiligen Summen angegeben werden.

Es gibt aber Ausnahmen! Bei Bewirtungsrechnungen z. B. muss weiterhin der Anlass der Bewirtung und die bewirteten Personen angegeben werden.

 

Die Regelung für Kleinbetragsrechnungen gilt auch nicht für grenzüberschreitenden Versandhandel, innergemeinschaftlichen Lieferungen und Reverse-Charge-Leistungen.

 

 

Quelle: Bürokratieentlastungsgesetz II

 

  • Letzte Änderung am Samstag, 27 Januar 2018 09:48