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Neue Beitragsfestsetzung bei der freiwilligen Krankenversicherung Peter Kaminski

Neue Beitragsfestsetzung bei der freiwilligen Krankenversicherung

 

Die von den Krankenkassen festgelegten Beiträge für freiwillig Versicherte konnten rückwirkend kaum noch geändert werden. Diese Festlegung hatte auch Bestand, wenn ein freiwillig versicherter Selbstständiger im Nachhinein belegen konnte, dass er deutlich weniger verdient hatte und eigentlich geringere Beiträge hätte zahlen müssen. Änderungen waren nur für die Zukunft möglich.

Es soll nun eine vorläufige Beitragsfestsetzung ab 2018 geben, die nach Vorlage des Einkommenssteuerbescheids auch rückwirkend korrigiert werden kann. Allerdings wird der Bescheid dann auch geändert, wenn nach Vorlage des Einkommenssteuerbescheids festgestellt wird, dass der Versicherte mehr verdient hat. Es kann also sowohl zu Erstattungen, als auch zu Nachzahlungen kommen.

Die Beiträge werden bei einer Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit auf Grundlage der voraussichtlichen Einnahmen berechnet. Eine endgültige Festsetzung erfolgt erst bei Nachweis der tatsächlichen beitragspflichtigen Einnahmen mit dem Einkommenssteuerbescheid für das betreffende Kalenderjahr.

Werden die tatsächlichen Einnahmen durch den Versicherten auf Verlangen der Krankenkasse nicht innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des jeweiligen Kalenderjahres nachgewiesen, werden die endgültigen Beiträge nach der Beitragsbemessungsgrenze festgelegt.

Diese Neuregelung wird nicht nur beim Arbeitseinkommen angewendet, sondern auch bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.

Quelle: Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG).

 

  • Letzte Änderung am Freitag, 24 November 2017 15:34