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Entlassmanagement Peter Kaminski

Entlassmanagement

 

Die Verantwortung bei Entlassung von Patienten aus dem Krankenhaus ist neu geregelt. Die Krankenhäuser sind seit 01. Oktober verpflichtet ein standardisiertes Entlassmanagement für Patienten, die stationär oder teilstationär behandelt werden. Dies gilt ebenfalls für Patienten, die mit stationsäquivalenten Leistungen behandelt werden.  Die Maßnahmen müssen auf den individuellen Bedarf des Patienten abgestimmt werden. Antrags- oder Genehmigungsverfahren bei der Feststellung eines Versorgungsbedarfs (ambulante Leistungen) müssen eingeleitet werden können, solange sich der Patient noch in Behandlung befindet. Das Krankenhaus muss nun den Kontakt zur Kranken- bzw. Pflegekasse aufnehmen und dem Patienten bzw. Angehörigen klare Instruktionen mitgeben, wie er weiter zu verfahren hat (Medikamente, Nachbehandlung usw.).

 

Dies gilt vor allem für folgende Bereiche:

  • Pflege
  • häusliche Krankenpflege
  • Haushaltshilfe
  • Rehabilitation
  • genehmigungspflichtige Leistungen in der Anschlussversorgung und der Kurzzeitpflege (Übergangsversorgung)

 

Am Tag der Entlassung muss dem Patienten ein Entlassbrief ausgehändigt werden, indem unter Einhaltung des Datenschutzes die weiterbehandelnden Ärzte, Therapeuten, Reha-Einrichtungen bzw. Pflegedienste ausreichend informiert werden (Änderung der Medikation, neue Medikamente, Therapieempfehlung usw.)  und die Weiterbehandlung  sichergestellt wird.

Folgende Verordnungen können die Klinikärzte nun ausstellen:

  • Arznei-, Verbands-, Heil- und Hilfsmittel für bis zu sieben Tage (Bei den Arzneimitteln dürfen aber nur kleinste Verpackungen verschrieben werden).

Achtung: Rezepte müssen innerhalb von 3 Tagen eingelöst werden

  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für eine Woche

 

Die Krankenkassen sollen die Krankenhäuser und die Patienten unterstützen und mithelfen die Versorgung nach der Entlassung zu organisieren (Ansprechpartnerregelung). Eine Erreichbarkeit innerhalb der üblichen Geschäftszeiten muss sichergestellt werden. Ein schriftliches Einverständnis des Patienten für das Entlassmanagement  und für die Informationsübermittlung muss vorliegen.

 

 

Quelle: Rahmenvertrag Entlassmanagement

 

  • Letzte Änderung am Mittwoch, 04 Oktober 2017 10:29